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Spiele am 2. Spieltag[Berichte von Stefan Jacobs]
Barsbütteler SV 1 - TSG Bergedorf 1. 7 : 1 JKlare Sache mit kleinen Schönheitsfehlern Immerhin: Nathalie und Angela hatten es mit einem richtig starken und eingespielten Damendoppel zu tun. Doch die beiden mit ihrer Kombination aus jugendlicher Unbekümmertheit und langjähriger Erfahrung schafften es, Pia Golde und Berit Post auf Distanz zu halten. Ein Sieg in zwei sehenswerten Sätzen zum Auftakt. Für Angela war es übrigens der einhundertste Satzgewinn in der Landesliga - alle Achtung!
Jörg und Olli dagegen hatten in ihrem ersten Satz gegen Dörnte / Grantz das Nachsehen. Doch sie rissen sich zusammen und gewannen die nächsten zwei Sätze klar. Ganz anders Stephan Grauel und Stefan Jacobs: Vor einigen Wochen noch stolze Endspielteilnehmer der Hamburger Rangliste, spielten sie gegen Rosenkranz /Gevorgyan völligen Schrott zusammen. Langsam, unbeweglich, einfalls- und trostlos, hohe Fehlerquote. So gewinnt man auch nicht in der Kreisklasse. Belohnt wurde die traurige Vorstellung mit einer peinlichen Dreisatz-Niederlage. Zum Glück blieb dies der einzige Verlustpunkt. Nathalie, seit Monaten in bestechender Form, hatte gegen Pia Golde schwer zu kämpfen. Das BSV-Mädel beherrschte das Match zwar mit ihrem gewohnt druckvollen Spiel, aber zu viele Bälle landeten im Aus. Der erste Satz ging verloren, der zweite stand lange auf der Kippe, bevor Nathie ihn in der Verlängerung für sich entscheiden konnte. Den dritten Durchgang hatte Nathalie dann aber gut im Griff. 3:1 lautete der Zwischenstand.
Den vierten Punkt holte Stefan Kelling im zweiten Herreneinzel gegen Lüders. Auch er war noch nicht auf Betriebstemperatur und benötigte drei Sätze für seinen verdienten Sieg, aber seine Formkurve zeigt deutlich nach oben. In den weiteren Herrenspielen machten Stephan Grauel und Stefan Jacobs, beide frustriert von ihrem Doppel-Debakel, jeweils kurzen Prozess mit ihren Gegnern.
Im abschließenden Mixed wurde es noch einmal spannend. Aber Julia und Jörg
(ob seines geschmeidigen Spiels mit dem neuen Beinamen: "die Katze")
ließen ihre Gegner Post/Grantz nur den zweiten Satz gewinnen. So wurde es mit
7:1 der erhofft klare Sieg gegen Bergedorf. Barsbüttel war weiter oben dabei
und setzte den Kurs Richtung Halbfinale.
Barsbütteler SV 1 - SV Bergstedt 1. 6:2 JGrobstricker? Nach dem Trauerspiel gegen Bergedorf im zweiten Herrendoppel wurden Stephan Grauel und Stefan Jacobs erst einmal voneinander getrennt. Zum Glück hatte Christoph genügend Mitleid mit uns entwickelt, um uns in diesem Spiel zur Seite zu stehen. Wie sich zeigte, gibt es eine ganze Vielzahl von Permutationen für das Herrendoppel, wenn man nur genügend Herren zur Verfügung hat (bei sechs verfügbaren Herren und zwei zu besetzenden Paarungen sind es 360, und die meisten davon spielten wir auch gedanklich durch). Julia stellte ein paar besonders kreative Ideen zur Diskussion. Letztendlich entschieden wir uns für die Variante Krämer/Jacobs und Wagener/Grauel.
Jörg ("die Katze") und Stephan G. machten den Anfang. Sie trafen auf Lars Winckelmann und Stefan Lüthje, die eine ordentliche Partie spielten, aber den beiden Barsbüttelern nie gefährlich werden konnten. Teil eins der Herrendoppel hatte also gepasst. Wenden wir uns dem zeitgleichen Damendoppel zu: Hier mussten Angela und Nathalie über drei Sätze gehen, denn die gegnerische Paarung Winckelmann/Heil erwies sich als zäh und spielstark. Umso größer die Freude unserer Mädels nach dem Matchball zum 2:0.
Was machte unsere zweite Doppelpaarung? Christoph und Stefan J. spielten zwar nicht übel, aber auch nicht überzeugend. Auch sind sie nicht sehr gut aufeinander eingespielt, denn immer wieder hatten sie die gleichen Laufwege. Trotzdem erarbeiteten sie sich insgesamt vier Satzbälle in Durchgang eins, die die Bergstedter Jensen/Witt aber alle abwehren konnten. Satz eins ging knapp verloren, Satz zwei dann etwas deutlicher. Stefan J. hatte an diesem Tage offenbar das Doppel-Pech am Schläger. Schon die zweite Niederlage an diesem Samstag. Der Spielstand: 2:1 nach den Doppeln.
Für den dritten BSV-Punkt sorgte wieder Nathalie. Auch Sandra Winckelmann, eine durchaus starke und schnelle LL-Einzelspielerin, musste sich Nathalies Dynamik und Siegeswillen beugen, und zwar deutlich. Bei den Herreneinzeln dann lief es wie geschmiert. Drei deutliche Siege für Christoph, Stephan und Stefan J. gegen die Bergstedter Jensen, Winckelmann und Ramünke, wobei Christoph eine starke Leistung zeigen musste, um gegen den druckvoll spielenden Jensen gewinnen zu können. Der zweite Punktspielsieg des Tages war längst eingefahren, beim Zwischenstand von 6:1 für den BSV war das Mixed bedeutungslos geworden. So sprang Olli im gemischten Doppel an Julias Seite für den angeschlagenen Jörg ein, der sich schon auf die Badewanne freuen durfte. Das Spiel lief nicht wirklich gut, aber zu Lachen gab es trotzdem reichlich: Nach einem von Julia nicht erlaufenen Ball brachen bei Olli alle Dämme, danach war an ernsthaftes Spiel eine ganze Zeit lang nicht zu denken. Aber die Niederlage war angesichts des Tabellenstandes leicht zu verschmerzen: Wir hatten mittlerweile den Walddörfer SV überholt und belegten mit 8:2 Punkten Platz zwei der Landesliga-Tabelle nach fünf gespielten Runden! Das Tor zum Halbfinale war weit aufgestoßen! Gleichzeitig war es im neunten Spiel gegen Bergstedt seit dem Aufstieg in die Landesliga 1998 der sechste Sieg (14:4 Punkte, nur eine Niederlage). Gegen kein anderes Team holten wir so viele Punkte. So waren kaum neun Stunden seit dem Beginn des Spieltages vergangen, als wir gegen 22:30 Uhr die Halle am Ahrensburger Weg wieder verlassen. Leider nicht, ohne zuvor noch eine schwere Enttäuschung zu erleben: Von fünf Duschen bei den Herren war nur eine wirklich duschenswert.
Ach ja, was hat die Überschrift "Grobstricker" mit uns zu tun? Eigentlich nicht viel, aber laut Thorsten Flato (Horner TV) gehören 70 % aller Landesligaspieler zu dieser Klasse. Gemeint ist (frei interpretiert): Spieler mit beschränkten technischen Möglichkeiten, die sie aber im Vergleich zu den technisch besser ausgebildeten Jugendlichen sehr effizient und schnörkellos einsetzen. Wir werden später noch darauf zu sprechen kommen.
Barsbütteler SV 1 - FTSV Fortuna Elmshorn 1. 7 : 1 J"Ruhe ausstrahlen" Elmshorn bietet normalerweise sehr starke Doppel auf. Wir hielten mit der gleichen Aufstellung wie zwanzig Stunden zuvor gegen Bergedorf dagegen. Für Jörg und Olli wurde es ein ganz enges Ding gegen Marcus Lohse und Sven Hannemann. Doch wie schon so oft zuvor brachten die beiden in vielen Turnieren eingespielten Barsbütteler Jungens ein knappes Spiel nach Hause. Unser Erfolgsduo Nathalie / Angela tat es ihnen gleich, und zwar recht klar gegen Christine Selchow / Nadine Scheffler. Außerdem fuhren Nathalie und Angela einen Jubiläumssieg ein, nämlich den 300. Punkt in der Landesliga für den BSV. Also ein guter Beginn in dieser Begegnung: 2:0.
Und wie zogen sich Stephan Grauel und Stefan Jacobs, am Vortage schwer gebeutelt gegen Bergedorf, aus der Affäre? Sie können es doch noch und gewannen ohne Probleme, aber auch ohne Glanz in zwei Sätzen gegen Rejzek / Topp. Stefans Anfeuerungen an Stephans Adresse, um ihn zu ein wenig mehr Dynamik zu bewegen, verpufften angesichts dessen Grundsatzes "ich wollte Ruhe ausstrahlen". Nun - das ist Stephan überzeugend gelungen. Immerhin schlief keiner auf dem Feld ein.
Seine beste Saisonleistung zeigte Stefan Kelling im Herreneinzel gegen den unangenehm zu spielenden Rejzek. Endlich zeigte Stefan in seinem Spiel die Länge und Härte, die wir aus früheren Jahren von ihm gewohnt sind. Da der Kriegsname "die Katze" ja schon anderweitig vergeben war, wurde Stefan von den Zuschauern kurzerhand auf "das Wiesel" getauft. Den ersten Satz dominierte er klar, und auch über lange Strecken des zweiten Durchganges hatte er die Nase vorn, ehe sich das Blatt langsam zu wenden begann. Hauchdünn mit 13:15 ging der Satz nach Elmshorn und nach langem, ausgeglichenen Kampf auch der entscheidende dritte Satz mit dem gleichen Ergebnis. Schade, die Belohnung blieb aus. Weil aber Christine Selchow ihr Einzel kampflos an Nathalie abgab, war das Spiel beim Stande von 5:1 bereits entschieden. Wenig Mühe hatte Stephan Grauel mit Thiess Topp, den er das gesamte Spiel über beherrschte. Das dritte Einzel dagegen wurde ein richtiger Krimi. Marcus Lohse hieß der Gegner für Stefan Jacobs. Marcus ist eine "Wundertüte", man weiß nie genau, was sich darin befindet. Offenbar fand Marcus Spaß an dem Spiel (eher ungewöhnlich für ihn). Er foppte Stefan ein ums andere Mal mit seinen angetäuschten Drops. Doch Stefan hatte von den vorigen Spielen noch einiges gut zu machen und nahm den Kampf an. Der erste Satz ging nach Verlängerung an den Elmshorner, danach machte Stefan in den Folgesätzen die wichtigen Punkte und holte den siebten Punkt in dieser Partie.
Barsbütteler SV 1 - SG Walddörfer SV / ATSV 1. 5 : 3 JDie letzte Schlacht
(dieses Wochenendes) So standen wir erneut vor der Situation, die beste Doppelkombination zu finden - die bisherigen Versuche waren ja alle nur bedingt erfolgreich. Christoph war auch wieder verfügbar. Um die Variationsvielfalt etwas einzuschränken (oder um sich fürs Einzel zu schonen), verzichtete Stefan J. auf einen Doppeleinsatz. Diesmal beschloss der Mannschaftsrat, Stephan G. an Christophs Seite ins Rennen zu schicken sowie Olli und Jörg. Das Damendoppel stand unter besonderer Beobachtung: Marina Willan und unsere ehemalige Mannschaftskollegin Denise waren ein echter Härtetest für unser noch ungeschlagenes Damendoppel Nathalie / Angela. Sie konnten zwar schnell mit 11:4 im ersten Satz davonziehen, doch danach kamen die Walddörferinnen immer besser ins Spiel. Es entwickelte sich eine hochspannende Partie mit langen, exzellenten Ballwechseln. Es ging in die Verlängerung, den Satz verloren unsere Mädchen schlißlich mit 15:17. Im zweiten Satz erarbeiteten sich Marina und Denise nach und nach ein Übergewicht und gewannen knapp, aber verdient. Jörg und Olli hatten es parallel dazu auch nicht gerade leicht. Sie mussten
über drei Sätze gehen gegen Ole Grudcinski und Dirk Barmscheidt. Diese konnten
den ersten Satz etwas glücklich für sich verbuchen, den zweiten holten unsere
Jungens. In einem hoch dramatischen Schlusssatz konnten dich Jörg und Olli dann
einen hauchzarten Vorsprung ins Ziel retten. Für Jörg war es übrigens das fünfzigste
Dreisatzspiel für den BSV. Ein noch bemerkenswerteres Jubiläum: Der
verwandelte Matchball brachte Jörg seinen 100. Sieg in
einem Landesligaspiel - unglaublich. 100:43 Spiele, 70 % Siegquote.
Kaum vorstellbar, dass irgendein anderer aktiver Spieler in der gesamten
Landesliga mehr Siege auf dem Buckel hat. Olli hat zwar nicht ganz so viele
Spiele für uns gemacht, aber auch für ihn spielte die Zahl 100 heute eine
Rolle: Der dritte Satz war immerhin sein einhundertster im BSV-Dress. Nach zwei Doppelpartien also 1:1. Für die 2:1-Führung sorgten dann Christoph und Stephan Grauel, die sich auf dem Feld hervorragend verstanden. Ihre hoch einzuschätzenden Gegner Hauke Moll und Peer Winkelmann dagegen verstanden die Welt bald nicht mehr, denn dem schnellen, druckvollen Spiel unserer Jungens waren sie nicht gewachsen. Der erste Satz war eine echte Lehrstunde, der zweite war dann eng, aber die Sieger hießen schließlich Stephan und Christoph. Nathalie war ganz heiß auf das Dameneinzel gegen Denise. Die beiden gehören zu den wenigen Damen, die es verstehen, einen Clear wirklich von einer Grundlinie zur anderen zu spielen. Doch Nathalie wollte keine Zweifel aufkommen lassen, wer die stärkste Einzelspielerin der Liga ist. Trotz des unnötigen leichten Gezickes im zweiten Satz war es eine deutliche Sache zu ihren Gunsten. Damit holte sie den siebten Sieg im siebten Einzel dieser Saison - rekordverdächtig (für den BSV schaffte das zuvor nur Stefan Kelling mit einer Matchbilanz von 5:0 in der Saison 2000/2001)! Damit ist sie jetzt die ungekrönte "Landesligakönigin" unter den Einzeldamen und unbestritten die stärkste und erfolgreichste Einzeldame, die jemals im BSV-Team gespielt hat. Mit einer beruhigenden 3:1-Führung im Rücken ging Stefan Jacobs - ob der bisherigen Strapazen schon sichtlich geschwächt - in sein Match. Doch die rücksichtslosen Mannschaftskollegen forderten von ihm den vierten Punkt. Badminton ist manchmal grausam, vor allem dann, wenn Kopf und Beine nicht das gleiche Verständnis vom Ziel haben. Es sollte auch noch ein sehr langes Spiel werden. Drei endlose Sätze lang bekämpften sich Stefan und sein Gegner Sebastian Kopp, der zwar ebenso erschöpft, aber leider auch nicht minder kampfstark war. Beide hatten sich sozusagen in dieses Match gebissen. Als gegen Ende der Partie fast nichts mehr ging, wirkte endlich der Traubenzucker in Stefans Blutbahnen und er machte die letzten entscheidenden Punkte in einem seiner wohl besten Spiele für Barsbüttel. Ein schöner Sieg fürs Selbstbewusstsein. Stefan holte damit 6:1 Einzelsiege in der Vorrunde, das ist ihm zuvor noch nie gelungen.
Überhaupt ist unsere Einzelstärke in dieser Saison beeindruckend: 20:8
Punkte holten wir, in den Vorjahren hatten wir häufig Siegquoten von unter 50
%. Auch Christoph trug seinen Teil zu dieser guten Bilanz bei: Sein starker Einzelgegner
hieß Hauke Moll und hätte sicherlich auch gerne gewonnen, doch fehlten ihm die
spielerischen Mittel, den wirbelnden Christoph in Verlegenheit zu bringen. Der
erste Satz ging noch knapp, der zweite dann klar an Christoph. Dessen verwandelter Matchball
bedeutete den 5:1-Zwischenstand. So waren die weiteren Spiele bedeutungslos. Doch auch Stephan Grauel lässt nicht so einfach ein Einzel sausen. Mit seinem unangenehmen Kontrahenten Dirk Barmscheidt, der jedoch weniger Spiele an diesem Wochenende absolviert hatte, hatte Stephan aber erhebliche Probleme. Im ersten Satz ging es noch gut, dann musste selbst Stephan "die Lunge" Grauel den Anstrengungen der beiden Tage Tribut zollen. Immer öfter kam Dirk mit seinen Angriffen durch, Stephan verlor letztlich knapp in drei Sätzen.
Julia und Jörg hatten dann noch ein Einsehen mit ihrer völlig erschöpften
Truppe. Sie wehrten sich nicht allzu sehr im abschließenden gemischten Doppel
gegen Marina Willan und Ole Grudcinski. Keiner kann es ihnen verübeln, dass sie diesen Punkt ziehen
ließen, denn die Spiele dieses Wochenendes hatten sichtliche Spuren bei allen
Spielern hinterlassen.
Vier Spiele - vier Siege an einem Wochenende. Mehr geht offensichtlich nicht. Derart erfolgreich, kämpferisch und spielstark dürfen wir gerne bis Ende Januar ein bisschen träumen, zum Beispiel von der Hamburger Mannschaftsmeisterschaft. Grobstricker sind wir sicherlich nicht (alle), aber ist es erstrebenswert, ein Feinstricker zu sein? Entscheidend ist, dass das Spiel Spaß macht und Erfolg bringt. Von beidem hatten wir an diesem Wochenende reichlich!
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