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Barsbüttel Hamburger Vize-Meister![Bericht von Stefan Jacobs] [Bilder von den Play-Off-Spielen] Der ganz große Triumph wurde es dann am Ende doch nicht. Nach einer überraschend starken Saison mit nur zwei Niederlagen (beide gegen Eidelstedt) darf sich die 1. Mannschaft des Barsbütteler Sportvereins aber immerhin "Hamburger Vizemeister" nennen. Und es gibt wohl keinen, der mit dem Erreichten nicht zufrieden wäre, auch wenn vereinzelt hinter vorgehaltener Hand schon von der Oberliga gesprochen wurde. Mit dem Abstieg hatten wir diese Saison von Anfang an aber auch gar nix zu tun. Und über alle drei Wochenenden konnten wir ein ganz gutes Leistungsniveau halten. Bestenfalls bei den Play-Off-Spielen am 24./25. Januar fehlte vielleicht ein wenig die Frische und Dynamik, die uns an den Spieltagen zuvor so ausgezeichnet hatte. Die nächste Saison werden wir - hoffentlich mit dem gleichen Team - ähnlich gutes Badminton spielen, dann wird auch unser siebter Auftritt in der Landesliga wohl nicht der letzte sein. Vielen Dank an dieser Stelle an unseren Ersatzspieler Sven Jacobsen, der in seinen zwei Einsätzen ganz ausgezeichnet spielte und gleich drei Punkte aus vier Spielen holte. Unser Dank gilt auch unseren treuen Fans, die uns die ganze Saison über begleitet haben. Am letzten Spiel-Wochenende fanden trotz Schnee, eisig kalter Halle und teilweise eigener Punktspiele wieder viele Barsbütteler den Weg in den Pergamentweg: Julia, Christoph Krämer, Manfred, Angelika, Annette, Martina und Claudia, 4 x Steding, Nathalies Freundin (den Namen habe ich leider vergessen) und natürlich Joachim. Entschuldigung an alle, die in dieser Aufzählung fehlen sollten.
* Elmshorn trat zum Spiel um Platz 3 nicht an
und wird laut HBV-Satzung mit Zwangsabstieg bestraft.
Barsbütteler SV 1 - SV Bergstedt 5 : 3 J[Bericht von Stefan Jacobs] Das Halbfinale gegen Bergstedt sollte nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zur Hamburger Meisterschaft werden. Und Jörg hatte das Saisonziel (vor vier Monaten lautete es noch: Nicht-Abstieg) kurzerhand etwas nach oben korrigiert. Die neue Marschroute: Aufstieg in die Oberliga. Ein Anflug von Größenwahn oder nur gesunder Ehrgeiz? Jedenfalls mussten erst einmal die Bergstedter aus dem Weg geräumt werden. Jörg und Olli überließen es zunächst den anderen Barsbütteler Doppeln, für die ersten Punkte zu sorgen. Nathalie und Denise enttäuschten die Erwartungen nicht: In einem eng umkämpften Match behielten Sie am Ende die Oberhand, obwohl es zwischenzeitlich gar nicht günstig aussah. Unsere Damen hatten damit erfolgreich Revanche für das verlorene Damendoppel gegen die gleichen Gegnerinnen im ersten Saisonspiel genommen. Also ein guter Auftakt. Es war übrigens das erste Dreisatzmatch des Tages - aber beileibe nicht das letzte. Was machten eigentlich zeitgleich dazu Stephan Grauel und Sven Jacobsen (für den beruflich verhinderten Stefan Jacobs ins Team gekommen) in ihrem Doppel? Mit viel Krampf kämpften sich die beiden ebenfalls in den dritten Satz. In diesem lief dann nicht mehr viel und der Punkt ging an die Bergstedter. Also mussten Jörg und Olli es wieder einmal richten. Zwar waren beide sicher nicht zufrieden mit ihrem Spiel gegen Lüthje / Gräser, aber am Ende gewannen sie dennoch verdient und klar in zwei Sätzen (wichtig, da in der Endabrechnung bei einem Unentschieden auch das Satzverhältnis herangezogen würde). Damit stand es 2:1 für Barsbüttel nach den Doppeln; eine um einen Punkt bessere Ausgangsposition im Vergleich zum Saison-Auftaktspiel im September 2003 beim 5:3. Es folgte ein ganz enges Match zwischen Denise und Sandra Winckelmann. Den ersten Satz entschied Denise mit ebenso geradlinigem wie druckvollem Spiel klar für sich, im zweiten aber wehrte sich die Bergstedterin nach Kräften und erzwang den dritten Satz. Dieser war lange offen. Vielleicht waren es ein paar strittige Entscheidungen, die Denise ein wenig von ihrer Konzentration nahmen, so dass der dritte Satz knapp verloren ging. Koch hoch, Denise, Sandra hat wahrscheinlich das letzte Mal gegen Dich gewonnen! Damit Zwischenstand 2:2. Kein Problem, hatten wir doch im Hinspiel (ausnahmsweise) alle drei Herreneinzel nach Hause gebracht. Aber zu früh gefreut. Sven verlor nach ewig langem Spiel den ersten Satz gegen Dauerkämpfer Fritz Ramünke, Stefan Kelling musste nach deutlich gewonnenem ersten Durchgang in den dritten Satz gegen Michael Voss. Diesen Satz verschlief Stefan leider völlig, wirkte kraftlos und langsam. Bissiger Kommentar von der Bank: "Die schnellsten Bewegungen macht er beim Umlaufen der Vorhand" (sorry Stefan, blöder Spruch). Jedenfalls ging dieser Punkt nach Bergstedt und wir lagen überraschend hinten. Stephan Grauel hatte derweil von Jörg den Auftrag erhalten, in zwei Sätzen gegen den nicht zu unterschätzenden Stefan Lüthje zu gewinnen. Stephan ließ sich nicht lange bitten, spielte ein blitzsauberes Einzel und gönnte seinem Gegner keine Freiheiten. Lapidarer Kommentar von Jörg am Ende des Spiels: "Schöner Pflichtsieg". Wie sah es zwischenzeitlich bei Sven aus? Nunmehr in kurzer Hose biss er sich im zweiten Satz durch, gewann 15:8. Also auch hier die Entscheidung erst in Durchgang 3: Sven behielt die Nerven, war jetzt lockerer als sein Gegner und holte schließlich den vierten Barsbütteler Punkt. Riesenjubel, war aufgrund des besseren Satzverhältnisses doch schon jetzt klar, dass der Sieger des heutigen Spiels Barsbütteler SV hieß. Jörg und Daniela ließen ihr Spiel gegen Gräser / Heil aber natürlich nicht laufen. Ganz im Gegenteil - zum sechsten mal am heutigen Tage ging es in den dritten Satz (Saisonrekord). Dabei ließ sich Daniela auch von diversen Körpertreffern durch Gegner und Partner nicht entmutigen. Mit ihrem Sieg setzten Jörg und Daniela um 21:00 Uhr nach insgesamt dreieinhalb Stunden Spielzeit den Schlusspunkt unter das erfolgreiche Halbfinale. Endstand 5:3. Insgesamt ein erhoffter, vielleicht erwarteter Sieg ohne großen Glanz, spielten die Barsbütteler doch in den meisten Partien wie mit angezogener Handbremse. Aber es reichte, der Finaleinzug war geschafft und der Glanz würde dann hoffentlich am Sonntag noch kommen.
Barsbütteler SV 1 - Eidelstedter SV 1 2 : 6 L[Bericht von Stefan Jacobs] Zum ersten Male im Finale! Unsere eigenen Erwartungen vom Anfang der Saison hatten wir bereits bei weitem übertroffen. Jetzt sollte noch das i-Tüpfelchen auf eine tolle Saisonleistung folgen. Jedoch eine schwere Aufgabe, hatten wir es mit Eidelstedt doch mit genau dem Team zu tun, das uns im Saisonverlauf die bis dato einzige Niederlage beigebracht hatte. Daher wollten wir mit einer taktischen Umstellung erfolgreich sein und die Eidelstedter mit einer etwas riskanteren Aufstellungsvariante in den Herrendoppeln überraschen, um evtl. beide Punkte aus den Herrendoppeln mitzunehmen. Jedoch kam es etwas anders, als Jörg und Stefan Jacobs sich das vorgestellt hatten; denn im Doppel Jörg/Olli klappte heute nicht sehr viel und das Spiel war schnell und klar weg. Während auch die Damen Nathalie und Denise wie befürchtet gegen die Polin Aschka Szleszynska und ihre Partnerin eine Niederlage nicht verhindern konnten, schafften zumindest Stephan Grauel und Stefan Jacobs einen klaren Satzgewinn. Im zweiten Satz aber machten sie eine kleine Schwächephase durch und benötigten einen engen dritten Satz, um den ersten Punkt für Barsbüttel verdient einzufahren. Da Denise parallel dazu bereits ihr Dameneinzel abgeben musste (wieder eine undankbare Aufgabe gegen die Polin), stand es schon 1:3 gegen uns. Dann aber nahm die Niederlage ganz schnell Formen an: Die drei Stef(ph)ans verloren sang- und klanglos ihre Herreneinzel - erstmals in dieser Saison blieben wir in einem Spiel ohne Einzelpunkte. Der deutliche Mixed-Sieg durch Jörg und Nathalie (ihr erstes Landesliga-Mixed überhaupt) war da nur noch Ergebniskosmetik. Endstand 2:6. Bei 4:13 Sätzen genau genommen eine richtige Klatsche. Aber vergessen wir nicht, der Gegner war die klar beste Mannschaft der Saison, die erst kurz zuvor aus der Oberliga abgestiegen war.
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